Bericht vom Treffen mit unserem Gründungsberater

Am 22.10.2018, haben wir uns erstmalig mit Peter Detscher getroffen. Er ist Klassenlehrer an der Freien Waldorfschule Dresden und von der Regionalkonferenz Mitte/Ost des Bundes der Freien Waldorfschulen beauftragter Gründungsberater für Sachsen.

In seine Zeit als Gründungsberater fallen die Gründungen der zweiten Waldorfschulen in Leipzig, Dresden und Chemnitz, die Gründung der Görlitzer Waldorfschule und einige Gründungsversuche, die es (bis jetzt) nicht bis zur Schuleröffnung geschafft haben. Er kann also auf eine große Erfahrung zurückgreifen und weiß, worauf es bei Gründungsprozessen ankommt. Davon hat er uns berichtet. Insbesondere das Bild der fünf Finger, die es braucht, damit die Hand etwas schafft, werden wir nicht vergessen: Für die Schulgründung braucht es die Kinder, die Lehrer, die Konzeption, die Räume und das Geld.

Wo stehen wir, wie ist es um unsere „Hand“ beschaffen? Wir haben eine Konzeption, die zukünftigen Lehrer sind z.T. schon da, z.T. sind sie zum Greifen nah. Es fehlt an Kindern, Räumen, Geld.

Peter Detscher hat uns gespiegelt, dass wir als Initiativgruppe stark sind und dass wir wissen was wir wollen. Aber auch, dass wir noch mehr auf die Kinder und die Familien zugehen müssen, für die wir die Schule gründen wollen.
Wir wissen nun klarer, wo wir stehen. Wir sind ermutigt aus dem Treffen gegangen. Vieles müssen wir noch schaffen, manches wie zum Beispiel das Finden der notwendigen Patenschule wird nicht einfach, aber wir können auch vertrauen, dass wir als Gruppe eine Stärke entwickelt haben: Wir kennen uns gut, wir halten zusammen, wir wollen das gleiche, wir tun etwas.

Und was tun wir als nächstes? Im Anschluss an das Treffen mit Peter Detscher haben wir die nächsten Aufgaben beraten: Zwei von uns nehmen Kontakt mit dem Lasub auf, dem Sächsischen Landesamt für Schule und Bildung, um dieses Amt über den kommenden Antrag auf Genehmigung einer Schule zu informieren, und um zu klären, welche Genehmigungsbedingungen wir wann erfüllen müssen. Zwei gehen zum Dresdner Schulverwaltungsamt, um nach Räumen und Kooperationsmöglichkeiten zu fragen. Und last but not least: Zwei gehen in den Kindergarten Holbeinstraße 111, den wir schon kennen, um mit der sehr unterstützungswilligen Leiterin zu besprechen, wie wir die sehr multikulturelle Kindergartengemeinschaft mit unserer Schulidee erreichen.

Die Interkulturelle Waldorfschule Mannheim

Fünf Menschen aus unserer Initiativgruppe machten sich am Morgen des 3.Oktober, eingepfercht in einen mittelkleinen PKW, auf den Weg nach Mannheim. Im Kofferraum verstaut war für den Bedarfsfall unser Schattentheater. Wir gönnten uns zunächst nach der Ankunft in der Stadt einen kleinen Stadtbummel und Restaurantbesuch im Zentrum. Sofort waren wir in einer multikulturellen Welt – das war an den Geschäften und Restaurants, vor allem aber an den Menschen auf den Straßen und Plätzen zu sehen. Für uns Dresdner war dieses bunte, freundliche, heitere, rheinländisch entspannte Feiertagsabendgeschehen in seiner offenkundigen Normalität besonders schön.

Am nächsten Morgen standen wir vor dem Schulhaus der Interkulturellen Waldorfschule, mitten in einem gemischten Gewerbe- und Wohngebiet der Neckarstadt (eines Stadtteils von Mannheim). Das Haus passte dazu – ein halbmodernes, sehr funktionales ehemaliges Möbelhaus. Etwas befangen gingen wir hinein, und kamen auf einmal in eine sehr vertraute Welt: warme Farben im Foyer, eine kleine, schöne Jahreszeitenecke mit Michaelimotiven. Herr Turkmen, Klassenlehrer der 3.Klasse und Schulleitungsmitglied, hatte schon auf uns gewartet und begrüßte uns. Er hatte einen sehr detaillierten Plan mit Hospitationsmöglichkeiten in den verschiedensten Klassen und Fachunterrichten für uns gemacht, es gab Gesprächszeiten für unsere Fragen, wir waren herzlich begrüßte Gäste der Konferenz.

Die zwei Tage waren für jeden von uns fünf Dresdnern angefüllt mit intensiven Begegnungen und Gesprächen. Wir waren im Mathematikunterricht der 11. Klasse, im Hauptunterricht verschiedener Klassen der Unter- und Mittelstufe, im Kunst- und Handarbeitsunterricht der Oberstufe, im Förderunterricht (Deutsch als Vertiefungssprache) der Unterstufe, im Sprachunterricht in einer Begegnungssprache (Polnisch). Wir erlebten, dass gar nicht so viel Aufhebens gemacht wird um die Interkulturalität der Schule. Sie hat, nach 16 Jahren der Existenz, eher etwas Normales. Die Interkulturelle Waldorfschule Mannheim versteht sich mehr und mehr als Stadtteilschule des Stadtteils Neckarstadt, sie ist eine gute, stabile, junge Waldorfschule.

Vieles haben wir gefragt, vieles wurde uns gesagt. Außer dem großen inhaltlichen Input und der großen Anregung für uns bleibt ein wichtiges Resultat dieser Reise, dass die Mannheimer Schule sehr bereit ist, uns weiterhin zu unterstützen.

Angeregt, erschöpft und glücklich haben wir uns auf die Heimreise gemacht. Wir sind sehr froh und dankbar für diese Erfahrung.

P.S. War es ein Fehler, das Schattentheater mitgenommen zu haben?

Nein! Wir wurden eingeladen, für die erste Klasse zu spielen. Es war mucksmäuschenstill, alle haben gestaunt, sogar der Lehrer!

Aktuelle Infos zum geplanten Schulbeginn 2019/2020

Wie vor Kurzem berichtet, gehen wir in diesem Herbst die Schulgründung für unsere interkulturelle Waldorfschule an.

Genaue Angaben zum Ablauf des Aufnahmeverfahrens (Informations-Elternabende, Aufnahmegespräche) können wir erst im November machen. Zu vieles ist noch offen im Prozess mit dem Genehmigungsverfahren der Schule. Wir sind im Klärungsprozess mit dem Landesamt für Schule und Bildung und werden die Informationen sobald wie möglich online stellen.

Anmeldungen sind weiterhin möglich. Wir bitten dazu um die folgenden Angaben:

  • Name des Kinders
  • Geburtstag des Kindes,
  • Anschrift des Kindes
  • Information, welche Klasse besucht werden soll
  • kurze Begründung für die Schulwahl
  • Name, Anschrift, Telefonnummer und E-mail-Adresse der Eltern

Wir freuen uns auf Post von Ihnen!

Wer hat Lust, mit uns Schattentheater zu spielen?

Unser Schattentheater ist ein eigenständiges künstlerisches Projekt innerhalb unserer Initiatve. Wir erarbeiten gerade das zweite Märchen-Stück und können schon auf einige schöne, von Erzählung und Musik begleitete Aufführungen zurückblicken. Da wir auf diese Weise bereits viele Familien erreichen und für unsere Schulidee begeistern konnten, liegt uns das Schattentheaterprojekt sehr am Herzen und wir suchen neue Mitstreiter/innen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich und Freude und Spaß sind garantiert!

Die nächsten Proben sind jeweils um 19.30 Uhr am

  • Mittwochs 19.09.
  • Freitag, den 21.09.
  • Mittwoch, den 26.09.
  • Freitag, den 28.09.

Wir proben unser Stück „Die Bremer Stadtmusikanten“ und studieren das neue Stück „Repka – Das Rübchen“ ein.

Interessenten melden sich bitte unter info@interkulturelle-waldorfschule-dresden.de oder unter 0152-230 239 16.

Dann geben wir den genauen Proben-Ort (in der Dresdner Neustadt) bekannt. Es ist nicht zwingend, an allen Proben teilzunehmen. Ab Oktober wird wieder ausschließlich mittwochs geprobt.

Schulbeginn mit dem Schuljahr 2019/2020

Bald ist es soweit…

Wir planen, im Herbst den Schulgründungsantrag für unsere interkulturelle Waldorfschule abzugeben. Der Schulbeginn soll mit dem Schuljahr 2019/2020 erfolgen und mit einer 1. und einer 2. Klasse starten.

Schülerinnen und Schüler können ab sofort angemeldet werden. Wir bitten dazu um die folgenden Angaben:

 

  • Name des Kinders
  • Geburtstag des Kindes,
  • Anschrift des Kindes
  • Information, welche Klasse besucht werden soll
  • kurze Begründung für die Schulwahl
  • Name, Anschrift, Telefonnummer und E-mail-Adresse der Eltern

Zum genauen Ablauf des Aufnahmeverfahrens (Informations-Elternabende, Aufnahmegespräche etc.) informieren wir im November auf unserer Website und in unserem Newsletter. Wir freuen uns auf Post von Ihnen!

Infoveranstaltung am 28.04.2018

Immer wieder erreichen uns E-mails von interessierten Menschen. Wir freuen uns sehr über diesen Zuspruch und das Interesse an unserem Projekt der „Interkulturellen Waldorfschule in Dresden“.

Nun wollen wir uns in einer Informationsveranstaltung vorstellen und Ihren/Euch Rede und Antwort stehen:

Wann:
Samstag, den 28.04.2018, 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Wo:
Altbauaula, Freie Waldorfschule Dresden,
Jägerstraße 34

Zeitplan
:

9.30 Uhr bis  10.15 Uhr
Schattentheater „Die Bremer Stadtmusikanten“

10.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Informationen zum geplanten Schulprojekt
parallel dazu Kinderbetreuung im Hof/Spielplatz

Plakat im Pdf-Format zum Ausdrucken oder versenden: Info_28.04.18

Leider mussten wir den Termin recht eng zur Mitgliederversammlung unseres Vereins am Montag, den 23.4.2018 legen. Unsere Mitgliederversammlung war ursprünglich bereits im März geplant. Da aber die diesjährige Krankheits- und Grippewelle auch bei uns mächtig eingeschlagen hatte, musste die Veranstaltungen in den April verschoben werden. Die Vereinsmitglieder erhalten dazu noch eine persönliche Einladung.

Wir bitten um Euer/Ihr Verständnis und hoffen auf eine rege Teilnahme.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Gelungenes Klausurwochenende im Triebischtal

Lass uns eine Welt erträumen, wo man singt und lacht,
wo die Traurigkeit des andern selbst uns traurig macht,
wo man, trotz der fremden Sprache, sich so gut versteht,
dass man alle schweren Wege miteinander geht.

[…] und dann lass uns jetzt beginnen, dass es kein Traum bleibt.

(Gerhard Schöne)

Ein großer Traum verbindet uns – die Gründung einer Interkulturellen Waldorfschule in Dresden. Einen kleinen Traum konnten wir uns vom 16.-18.3.2018 erfüllen: uns Zeit nehmen, für ein Wochenende aussteigen, gemeinsam in Klausur gehen und mit Zeit, Ruhe, Inspiration wichtige und große Themen angehen…

Dafür waren wir von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag ins Triebischtal auf den Appenhof gefahren. Unweit in Kilometern aber eingehüllt in eine weiße Schneedecke gab uns das Hofensemble mit seinen freundlichen Gastgebern, den Pfauen, Laufenten und Schafen einen willkommenen Abstand zum gerade zurückgelassenen Alltag. Mit Ute Bortlik als Moderatorin hatten wir für das Wochenende eine wunderbare und sehr hilfreiche, erfahrene Unterstützung. Wir erarbeiteten und visualisierten gemeinsam eine Übersicht über die großen Aufgabengebiete bis zum Start der Schule und dazu eine Zeit- und Ressourcenanalyse. Daraus leiteten wir Schwerpunktthemen ab, diskutierten welche Bereiche die höchste Priorität haben und legten konkrete nächste Schritte fest, benannten verantwortliche Personen.

Als zweiten wichtigen Thementeil, setzten wir die Arbeit am Schulkonzept fort. An einem Samstag im Dezember 2017 hatten wir unter der Moderation von PoKuBi bereits die uns wichtigen Themen erarbeitet und einige Fragen im Detail betrachtet. – Welche Werte wollen wir vermitteln?  – Wie halten wir es mit der Religion? – Welche Sprachen soll es geben? -Wie groß sollen die Klassen sein und wie sollen sie sich zusammensetzen? Mit der Arbeit an diesen und vielen weiteren Fragen ging es nun weiter und wir kamen in konzentrierter Arbeit gut voran.

Der Sonntag war den aktuellen Themen gewidmet und wir merkten ein Mal mehr, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit diese brauchen.

Erfüllt von einem Wochenende an einem schönen Ort mit wunderbaren Menschen, inspiriert, motiviert, auch etwas müde, mit Aufgaben und Terminen im Gepäck ging es wieder zurück nach Dresden. Dort war vom Schnee fast nichts mehr zu sehen.

 

 

Jahresrückblick 2017

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. In diesen dunklen, adventlichen Tagen, in denen wir uns auf das bevorstehende Weihnachtsfest einstimmen, da ist auch die Zeit für Rückschau.

Was war gut in diesem Jahr? Was haben wir erlebt? Welche Erfahrungen haben wir gesammelt? Aber es ist auch Zeit, um nach vorne zu schauen. Wie geht es weiter? Welche Pläne formen sich?

Dieses Jahr war für uns ein sehr reiches und volles Jahr, mit Höhen und Tiefen.

Wir sind ein stabiler Kern von einigen Menschen geworden. Unsere Gemeinschaft wächst und formt sich. Leider sind wichtige Menschen aus unserer Gruppe ausgeschieden.  Aber wir freuen uns sehr über neue motivierte und ideenreiche Mitstreiter, die den Weg zu uns gefunden haben.

Auch in den „Äußerlichkeiten“ im weiten Sinne hat sich einiges getan. Das Finanzamt erkannte die Gemeinnützigkeit unseres Vereins an; der Bund der Freien Waldorfschulen erkannte uns als Gründungsinitiative an. Wir gingen online mit unserer Website und wir haben ein Vereinskonto.

Besondere Meilensteine unserer Aktivitäten waren das bunte und lebendige Interkulturelle Straßenfest des Ausländerrates auf der Hauptstraße, zu dem wir uns erstmalig in der Öffentlichkeit präsentierten.

Auch die Proben für unser Schattentheater „Die Bremer Stadtmusikanten“ und ersten Aufführungen in den Netzwerken machten uns und den Zuschauern viel Freude und Spaß.

Ein wichtiger Teil des letzten Jahres und besonders hervorzuheben ist unsere Zusammenarbeit mit Pokubi. Insbesondere ein langer Arbeitssamstag im Dezember, an dem wir mit Moderation sehr kreative Konzeptarbeit leisteten.

An dieser Stelle möchten wir auch ein Dankeschön an alle unsere Helfer, Unterstützer, Interessierten und Leser unseres Newsletters aussprechen.

Nun verabschieden wir uns in die Weihnachtspause und wünschen allen unseren Newsletter-Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest, eine friedliche und besinnliche Zeit im Kreise der Familie, ausreichend Zeit zum Krafttanken sowie einen guten Übergang ins Neue Jahr 2018.

Marion Beiner

 

2x Adventliches Schattentheater und Elterncafé

Seit der Premiere vor einigen Wochen konnte unser Schattentheater von den Bremer Stadtmusikanten bereits bei weiteren Aufführungen gezeigt werden. Alle kleinen und großen Theaterfreunde sind herzlich eingeladen, die schöne Geschichte von Esel, Hund, Katze und Hahn mitzuerleben. Ulrich Thurm erzählt das Märchen, Rinat Saifoulline gestaltet musikalisch und die Puppenspielerinnen sind natürlich „under Cover“ unterwegs: im Schatten. Der Eintritt ist frei und wie immer freuen wir uns im Anschluss auch über Gespräche zu unserem Schulprojekt.Hier kommen nun die aktuellen Termine:

Sa, 02.12. 2017, 16 Uhr
„Asociacion Iberoamericana“, Bischofsweg 74, 01099 Dresden

Mi, 06.12.2017, 16 Uhr
KiTa Kleiner Globus, Uhlandstraße 34, 01069 Dresden

Nachdem wir im Mai erstmalig mit einem Infostand beim Elterncafé der KiTa Kleiner Globus vertreten waren, freuen wir uns, auch im Advent wieder mit unserem Infostand dabei sein zu können.

Fr, 15.12.2017, 16:30 Uhr
Elterncafé KiTa Kleiner Globus – Infostand, Uhlandstraße 34, 01069 Dresden