Hort

Hort-Konzept

In den Klassen 1-4 werden die Kinder nachmittags und in den Ferien im Hort betreut. Es gibt für jedes Kind einen Hortplatz. Im Sinne des pädagogischen Konzeptes der Schule dürfen alle Kinder dieses Angebot wahrnehmen. Neben dem Schulvertrag wird ein separater Hortvertrag abgeschlossen. Die Kosten richten sich nach den kommunalen Vorgaben.

Ab der fünften Klasse verfolgt die Schule das Konzept der Ganztagsschule.

Pädagogische Grundlagen

“Kinder sind keine Fässer, die gefüllt, sondern Feuer, die entfacht werden wollen.”
 Francois Rabelais (1494-1553)

Bei uns soll jedes Kind ermutigt werden, zu sich selbst zu finden.

Wir verfolgen das Konzept der Waldorfpädagogik, im Zusammenklang mit dem Situationsansatz, indem wir die aktuellen Themen der Kinder sensibel aufnehmen. Regelmäßig wiederkehrende Abläufe finden sich in der Tagesstruktur und im Wochenplan für das Vesper.

Nach dem Unterricht bietet der Hort Raum und Zeit zum Ausatmen. Die Kinder haben vielfältige Möglichkeiten, das Gelernte im freien Spiel zu verarbeiten. Sie finden Rückzugsorte, Raum für ihre Kreativität für ihre Fantasie und Träume. Sie experimentieren mit Naturmaterialien, backen, bauen, filzen, arbeiten im Garten und feiern ihre selbstorganisierten Feste.

Der Einblick in ganzheitliche Prozesse liegt uns am Herzen. Wir sind gemeinsam mit den Kindern handwerklich, künstlerisch und hauswirtschaftlich tätig. Der wöchentliche Einkauf und die tägliche Zu- und Nachbereitung des Vespers, das Bauen von Spielgeräten, das Testen dieser auf einem unserer Ausflüge in der nahen Umgebung (z. B. Großer Garten, Kaitzbach) und vieles weitere gehören zu unserem Alltag.

Situationsansatz

Wir gehen auf die Bedürfnisse der Kinder ein. Immer wieder gibt es aktuelle Themen, denen wir uns widmen. Manchmal ist Kochen aktuell – dann gehen wir einkaufen und kochen oder backen. An einem anderen Tag steht die Natur im Vordergrund, dann sind wird draußen – auch unabhängig vom Wetter. Auf unserem Schulgelände können wir pflanzen im Garten, Hütten bauen oder schnitzen. Es geht im Situationsansatz darum, auf die Bedürfnisse der Kinder, ihre Ideen und Vorschläge einzugehen.

Feste

Im Rahmen der Interkulturalität feiern wir in der Schule Feste aus den Herkunftsländern der Schüler. Diese Impulse setzen sich am Nachmittag fort und werden von den Kindern oft selbständig übernommen, so dass sie „eigene“ Feste organisieren und mit viel Freude feiern. Dazu werden dann auch kleine Aufführungen gemacht, besondere Kleidung herausgesucht und Musik dazu gespielt.

Organisation – Tagesablauf im Hort

Tagesablauf:

bis 12:25 Uhr              Freispiel

13:00-13:30 Uhr       Mittagessen

13:30-13:45 Uhr        Ruhezeit

bis 15:00 Uhr              Freispiel

15:00 – 15:30 Uhr     Vesper

bis 17:00 Uhr              Freispiel

Wochenplan für das Vesper:


Montag                       Zwieback

Dienstag                     Selbstgebackenes

Mittwoch                   Arabisches Brot

Donnerstag              Selbstgebackene Brötchen 

Freitag                        Knäckebrot

Welche Bedeutung hat das freie Spielen?

“Im Freispiel besteht die wichtigste Aufgabe offensichtlich darin, dass Kinder flexibel und intelligent auf Unvorhergesehenes reagieren lernen. Sie sollen Herausforderungen angstfrei erkennen sowie angemessen und kreativ damit umgehen können und wollen. Freispiel bietet dem Kind die Möglichkeit, das Problem zu lösen, welches es gerade beschäftigt: Es kommt vom Ungleichgewicht zum Gleichgewicht, vom Chaos zur Ordnung. Nur durch Chaos, welches durch das Kind zu ordnen ist und welches es auch bewältigen kann, entstehen Ordnung und Komplexität bzw. Lernen. Das Kind entwickelt dabei Leistungsmotivation und Arbeitshaltung. Die Anlagen dazu stecken bereits in ihm; es will selbst forschen und entdecken.”

aus: Perras, B. 2009 Üben? – „Nur im freien Spiel entfaltet sich menschliche Intelligenz“, verfügbar am 01.06.2021 auf https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/freispiel-spiele/2002